Halb Europa geht in die Knie

Die abermalige Herabstufung Spaniens und die Unsicherheit An den europäischen Börsen rutschten die Aktien von Nokia um 17,8 Prozent auf 1 Rom.

Wir hatten alle Wohnungen oder sogar ein Haus,. Dazu zählen Derivate und Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Schuldnern - und damit auch Staaten - bewerten.

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Bis Freitag vergangener Woche stießen sie saudische Aktien im Wert über dass die Herabstufung von Moody's weniger die Spannungen zwischen Rom und.

Bei griechischen Bankaktien überwog allerdings das Prinzip Hoffnung. Der Athener Bankenindex schoss um 23,4 Prozent nach oben. Der europäische Bankenindex drehte nach einem wechselvollen Handel ins Plus und schloss 0,3 Prozent fester. Wie am Vortag waren im Dax die defensiven Werte gefragt.

Dagegen standen besonders konjunkturabhängige Titel wie die Aktien der Autokonzerne und Finanzwerte auf der Verliererseite. BMW und Daimler gaben 2,6 und 2 Prozent nach. Der Aktienkurs von Centrotherm brach zeitweise um rund 40 Prozent auf 3,08 Euro ein.

Am Vorabend hatte der auf die Solarbranche spezialisierte Anlagenbauer mitgeteilt, derzeit mit den Banken zu verhandeln, um die Geldversorgung sicherzustellen. In den Sog von Centrotherm gerieten auch Solarworld. An den europäischen Börsen rutschten die Aktien von Nokia um 17,8 Prozent auf 1,82 Euro ab und waren damit so billig wie seit nicht mehr. Der Handy-Hersteller gab seine zweite Gewinnwarnung binnen neun Wochen heraus und will Auslöser ist eine überraschende Zunahme der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Zudem wurde auch der Wert der Vorwoche nach oben revidiert. Damit werden die anhaltenden Sorgen um Spanien und die anstehende Wahl in Griechenland kurzfristig in den Hintergrund gedrängt. Damit rücke die Sitzung der Notenbank in der kommenden Woche verstärkt in den Fokus. Das werde durch die Entwicklung der vergangenen Tage bestätigt - mal ging es hoch, am nächsten Tag wieder runter.

Dazu kommen nicht enden wollende negative Nachrichten aus Spanien. Am Vortag hatten gleich zwei Ratingagenturen den Daumen über dem Land gesenkt und ihr Rating nach unten genommen. Die Renditen der spanischen zehnjährigen Anleihen bewegen sich vor diesem Hintergrund weiter in gefährlich hohen Regionen und haben die kritische Marke von sieben Prozent dicht vor Augen.

Italien konnte zwar Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden Euro an den Investor bringen, musste aber dafür bei den Zinsen tiefer in die Tasche greifen. Die Rendite italienischer Staatsanleihen ist auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen.

Denn die Wahrscheinlichkeit hat zugenommen, dass ausgerechnet die Regierung eines Gründungsmitglieds der europäischen Bewegung die nächste Krise in der Region heraufbeschwört. Italien hat den Budgetentwurf in Brüssel eingereicht. Nun muss die EU-Kommission entscheiden, ob sie ihn zur Überarbeitung zurückgeben will. Aussagen von Kommissionspräsident Juncker deuten auf eine harte Haltung hin. Italien droht wegen seines Budgets ein harter Zusammenstoss mit der EU. Doch die Koalitionspartner unterschätzen die Lage völlig und streiten weiter über Details in dem eigentlich schon verabschiedeten Entwurf.

Das Tauziehen um den italienischen Staatshaushalt strahlt auf ganz Europa aus. Angesichts seiner Probleme bleibt Italien zweifellos auf absehbare Zeit eine grosse Herausforderung für die Euro-Zone. In Italien haben sich die populistischen Regierungsparteien beim Haushaltsentwurf für gegen den parteilosen Finanzminister Giovanni Tria durchgesetzt. Die Märkte haben bereits reagiert. Innerhalb der Regierungskoalition war bis zuletzt heftig über die Steuerpolitik und andere Programmpunkte gestritten worden.

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen. Man muss bei der Beurteilung des Budgetdefizits berücksichtigen, wie die aufgenommenen Schulden verwendet werden und ob sie zum Wachstum beitragen.

Verwendet Italien seine Schulden sinnvoll? Um das zu beurteilen, müssen wir das Ergebnis der Budgetverhandlungen abwarten. Wir beobachten das genau, aber es gibt noch keinen Grund, von einer Italienkrise oder einer neuen Eurokrise zu reden.

Die Ratingagenturen haben ihr Urteil über Italien bereits gefällt. Auch das war erwartet worden — wenn auch das Votum etwas früher kam als gedacht. Wann wird man mehr wissen, wie es mit Italien weitergeht? Der Budgetprozess wird uns noch einige Wochen beschäftigen. In dieser Zeit wird die Volatilität hoch bleiben. Italien bildet einen grossen Teil unseres Anleihenuniversums in Europa. Wir können diese bedeutende Ertragsquelle nicht einfach ausklammern und alle Positionen abstossen.

Das käme uns zu teuer. Auch deshalb hält sich unsere Untergewichtung in Grenzen. Wie sind Sie zwischen italienischen Staats- und Unternehmensanleihen positioniert? Wir erhöhen gerade den Anteil an Unternehmensanleihen zulasten der Staatsanleihen. Italiens Unternehmen sind weniger direkt von der Staatsverschuldung betroffen.

Für sie sind Fundamentaldaten wichtiger als politische Aspekte. Könnte aber mittelfristig das Wachstum durch steigende Zinsen in Gefahr geraten? Die Wachstumsdynamik hat in der Eurozone bereits etwas nachgelassen, aber das Potenzial für Wachstum ist noch intakt. Zeigende Zinsen — gemäss EZB frühestens in der zweiten Hälfte — sind aus Anlegersicht zu begrüssen, weil dann endlich die Negativzinsen der Vergangenheit angehören werden. Die EZB ist gefordert, das richtige Timing zu finden.

Ja, die Spreads werden noch etwas auseinandergehen. Wertet sich der Dollar weiter auf, oder ist die Zinsdifferenz bereits eingepreist? Kurzfristig ist der Dollar im Vorteil. Für ihn spricht aber auch der immer noch unangefochtene Status als Weltreservewährung. Darüber hinaus hat sich der Dollar in diesem Jahr schon beträchtlich aufgewertet.

Er wird tendenziell stark bleiben. Das Dollarkursrisiko ist abgesichert? Sie kostet ganz einfach zu viel. Es werden mehr Positionen in anderen Märkten eingegangen. Zum Beispiel ist es für Japaner, die das Wechselkursrisiko absichern möchten, billiger, in Europa zu investieren.





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